“Regional ist das neue Bio!”

MdB Mortler: „Regional ist emotional und das neue Bio!“

KPV-Veranstaltung zum Thema „Regionale Produktvermarktung im Landkreis“

 

NUERNBERGER LAND (KPV) – Auf Einladung der kommunalpolitischen Vereinigung (KPV) der CSU im Landkreis haben  MdB Marlene Mortler, Kreisbäuerin Betty Schmidt und der Fürther Landrat Matthias Diessl zum Thema „Regionale Produktvermarktung“ referiert. Dabei wurde schnell klar: auch auf kommunaler Ebene müssen Direktvermarkter unterstützt und die Einkaufsmöglichkeiten bekannter gemacht werden.

regionale Produkte

Zu Beginn der Veranstaltung konnte KPV-Kreisvorsitzende Cornelia Trinkl zahlreiche Gäste begrüßen, unter ihnen auch stellv. Landrat Andreas Kögel sowie Engelthals Bürgermeister Günther Rögner. Dieser stellte in einem Grußwort seine Gemeinde vor und verwies auf die Wichtigkeit des Themas des Abends.

 

In einer Einführung in das Thema ging Marlene Mortler, MdB, kurz auf die Historie der Direktvermarktung ein und machte deutlich, wie wichtig es ist, unsere regionale Kulturlandschaft zu schützen und die regionalen Wirtschaftskreisläufe zu nutzen. In einer zusehends durch Globalisierung geprägten Welt erfreue sich der Einkauf direkt beim Erzeuger immer größerer Beliebtheit. Mit dem Slogan „Regional ist das neue Bio!“ beschrieb die Bundestagsabgeordnete die neuesten Entwicklungen, denn es sei für die Menschen wichtig zu wissen, wo ihre Nahrungsmittel herkommen und welche Qualität sie besitzen. In einer Welt, in der immer noch 40 % aller Lebensmittel weggeworfen werden, müsse man wieder ein stärkeres Bewusstsein für deren Wertigkeit entwickeln.

 

Für solche regionalen Wirtschaftskreisläufe sei das Nürnberger Land ein geeignetes Beispiel, führte Kreisbäuerin und CSU-Kreisrätin Betty Schmidt aus, denn im Landkreis sei vom Obst über Honig, Spargel, Beeren, Eier, Fische, Kartoffeln, Käse u. v. m. alles vorhanden – und das auch von vielen Nebenerwerbslandwirten.  Der Kauf direkt beim Erzeuger sorge weiter für eine niedrige Distanz zwischen den Verbrauchern und den Produzenten und überzeuge mit Frische, Aspekten des Tier- und Umweltschutzes und dem Erlebnis, das mit einem Einkauf auf dem Bauernhof verbunden sei. Sie lobte dabei bereits vorhandene Initiativen wie „Heimat auf´m Teller!“ und die kürzlich vorgestellte „Entdeckerkiste“.

 

„Global denken – regional handeln“: Die Fürther Regionalinitiative

Das Hauptreferat des Abends trug der Fürther Landrat Matthias Diessl vor, der die von ihm im Jahr 2008 wieder belebte Regionalinitiative des Landkreises Fürth vorstellte.

In dieser Initiative wirken zahlreiche Akteure wie u. a. das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, der Bauernverband, der Bund Naturschutz, die IHK, die Innungen, Vertreter der Imker, der Jäger und des Handwerks sowie die Wirtschaftsförderung und junge Direktvermarkter mit.

Ihre Aufgaben liegen neben der Verbraucherinformation und Würdigung örtlicher Akteure, auch beim Anpreisen saisonaler Produkte, wie z. B. des Spargels oder des Karpfens, und beim Leben von Traditionen. Als wichtigen Grund für die Aktivitäten der Initiative nannte Diessl die Stärkung der regionalen Identität unter dem Motto „global denken – regional handeln“.

Er sehe Regionalität als Standortfaktor und wolle das vorhandene Potential der Erzeuger nutzen. In einer sehr gut angenommenen Direktvermarkter-Broschüre werden Betriebe, Personen und auch Rezeptideen vorgestellt. Zudem findet sich eine Karte der Hofläden bzw. Direktvermarkter. Ein weiterer Teil der Vermarktung ist ein „Online-Marktplatz“ auf der Homepage des Landkreises Fürth, der von den Betrieben je nach Angebot selbst gepflegt werden kann.

Weitere Ziele der Initiative sind nun die Etablierung als Marke, eine Neuauflage der bereits vergriffenen Direktvermarkter-Broschüre und eine stärkere Präsenz in den Medien oder auf Veranstaltungen wie z. B. auf der Consumenta.

 

 

Im Anschuss an die Vorträge diskutierten die anwesenden Kommunalpolitiker noch rege über das Thema und es wurde schnell klar, dass die sehr guten Produkte im Nürnberger Land einer besseren Vermarktung bedürfen. Hier steht die CSU hinter den Erzeugern und will das Thema weiter voran bringen.

 

KPV-Kreisvorsitzende Trinkl bedankte sich im Anschluss bei den beiden Damen mit einem Blumenstrauß und bei Landrat Matthias Diessl – natürlich – mit der neuen „Entdeckerkiste“ gefüllt mit regionalen Produkten aus dem Landkreis.

 

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